Sharon Adler


Als Herausgeberin des Frauen-Online-Magazins AVIVA-Berlin bin ich immer auf der Suche nach interessanten Themen. Als mir meine Freundin Mo Asumang ein Batterieladegerät für meinen altersschwachen Scirocco borgte, sprachen wir ausgiebig über Autos, ihre Macken und Vorzüge. Dabei fiel uns auf, dass das Verhältnis von Frauen zu Autos ein ganz besonderes ist. Die Idee, eine Fotoserie über Frauen und ihre mobilen Gefährten zu machen, war in diesem Augenblick geboren. Zwei rasante Jahre lang sprach ich mit unzähligen Frauen (und einigen Männern) über das Bild der Frau in der Autowerbung, über Karosserien, PS und Hubraum, Reifenwechsel, Vorteile von Scheibenbremsen, Bioethanol E85, fehlende Schminkspiegel auf der Fahrerseite und smarte Innenraumkonzepte, fuhr auf der Straße wildfremden Frauen hinterher, sprach Autofahrerinnen frühmorgens auf Tankstellen an und war immer auf der Suche nach spannenden Frauen und außergewöhnlichen Autos.

Neue und alte Automobile begutachtend, hatte ich dabei aber auch immer das Verhältnis der Besitzerin zu ihren Gefährten oder Wunschobjekten im Fokus. Ich sah, dass viele Frauen leuchtende Augen bekamen, wenn sie über ihr aktuelles, erstes oder Traumauto sprachen. Geschwindigkeitsrausch, Einparkschwierigkeiten oder Parkplatzsorgen waren dabei nicht das Thema. Vielmehr denken Frauen heute, dass ihre Wünsche, speziell in der Autoindustrie und auf deren Werbeschienen, nicht hinreichend transportiert werden. Nicht jede befördert unentwegt ausschließlich Schuhkartons oder Kinderwagen.

Damenwahl - Frauen mit ihren Autos


Frauen und Autos haben eine lange gemeinsame Geschichte.

Das Verhältnis der Frau zu ihrem Auto hat sich in der Vergangenheit stark gewandelt.

Früher war es geprägt durch Witze über das technische und fahrerische Unvermögen der Frau, oder die Frau wurde als dekoratives Element auf Autofotos hinzugefügt. Der Bildband will mit dieser Tradition brechen und Frauen von heute mit ihren Autos von heute und gestern abbilden. Ausgehend von der Grundkonstellation „Frau vor/neben/auf/ Auto“, die in der Werbung eine lange Geschichte hat, sollen Variationen und Neudefinitionen gefunden werden. In diesem Bildband inszenieren sich Fahrerinnen, Besitzerinnen, Liebhaberinnen und manchmal auch Mechanikerinnen und ihr Verhältnis zum Auto selbst– nüchtern und liebevoll, selbstbewusst und spielerisch. Als Kulisse dient ein persönlicher (Lieblings-)Ort des Wirkens & Werkens der jeweiligen Frau; das Meilenwerk – Forum für Fahrkultur, und eine verwitterte Wand in Berlin-Kreuzberg, die als Brandmauer eines Friedhofs ihre vielen – teils halb abgeblätterten - historischen Schichten offenbart. Die Frauen posieren so, wie sie sich und ihr Auto empfinden und darstellen wollen. Fotografin Sharon Adler greift gezielt die Impulse der Frauen auf, um zeitlose Fotografien zu schaffen, die zugleich Momentaufnahmen sind.

Diese Frauen haben ihre eigenen Geschichten, die hier in Form von unterhaltsamen Stories und den Fotografien zu Portraits zusammengefügt wurden. In Interviews suchen die Autorinnen nach der ganz besonderen Beziehung der Frauen zu ihrem eigenen oder ihrem Wunschauto – und findet dabei manchmal noch eine ganze Menge mehr. Mit den technischen Daten wird auch das jeweilige Automodell vorgestellt.

 

Sharon Adler, geboren in Berlin, Jahrgang 1962, ist auch Herausgeberin des Frauen-Internet-Magazins „AVIVA-Berlin“.

Gneisenaustr. 46
10961 Berlin
Tel.: 030/691 85 03
mobil: 0179/39 20858
mail: sharon@aviva-berlin.de
Internet: www.aviva-berlin.de
Internet: www.pixelmeer.de

 

 

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